Pädagogische Struktur

Primarstufe 6 - 11 Jährige (1. bis 5. Schulstufe)

  • Die Kinder lernen in 2 verschiedenen Gruppen, der "Milchstraßen-Galaxie" (6 - 9 Jährige) und der "Andromeda-Galaxie" (9 - 11 Jährige).
  • In der Milchstraße liegt der Fokus darauf, dass die Kinder Orientierung und Sicherheit im Alltag gewinnen, soziale Kontakte knüpfen und dass sie in emotionalen Prozessen begleitet werden. 
  • In der Andromeda Galaxie werden regelmäßig so genannte Kurse angeboten. In bestimmten Abständen finden mit den Schülerinnen und Schülern dieser Gruppe Lernzielgespräche statt. Hier wird besprochen, welche Inhalte die Kinder in nächster Zeit bearbeiten, wie sie sich in der Gruppe fühlen und was sie sich selbst vornehmen möchten.
  • Den Kindern wird ermöglicht (speziell denjenigen, die im kommenden Jahr ihre Gruppe wechseln) auch die Bereiche der anderen Gruppen zu nutzen und kennenzulernen. Der dritte Jahrgang hat sogar einen speziellen Namen dafür: Die Raumfahrer.
  • Das menschliche Gehirn lernt durch die Auseinandersetzung mit der Umgebung. Dazu zählt nicht nur die Beziehung zu den Lernbegleitern und deren Inputs (Angebote, Materialpräsentationen, individuelle Begleitung), sondern auch die Räume und die darin vorhandenen Materialien. Man spricht vom Raum als dritten Pädagogen. 
  • Täglich werden Aufzeichnungen über die Tätigkeiten der Kinder gemacht. Einmal im Semester werden diese dann zusammengefasst, in Bereiche gegliedert und im Elterngespräch besprochen. Zusätzlich wird pro Kind ein Beobachtungsbogen in den Bereichen Sprache, Mathematik, Übung des praktischen Lebens (Motorik, Arbeitsverhalten, Sozial-Emotionale Entwicklung) und Englisch geführt, welcher alle im Rahmen des gehirngerechten Lernens stattfindenden Prozesse und Entwicklungen festhält.
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Sekundarstufe 11 - 14 Jährige (6. bis 8. Schulstufe)

  • Bei den Kindern der Sekundaria, liegt der Fokus auf dem Erarbeiten von kognitiven Lerninhalten und im abstrakten Lernen. Die Themenfelder der Lerninhalte sind in so genannten Pässen zusammengefasst, diese bieten den Kindern einen Überblick über die vielfältigen Lernziele sowie eine graphische Darstellung ihrer Lernfortschritte.
  • Das Augenmerk liegt auf: "Wie lerne ich?" Dies geschieht mittels kontinuierlicher Reflexion über Gelerntes, die Methode und deren Umsetzungsmöglichkeiten und in Lernverlaufsgesprächen zwischen Kindern und Lehrpersonen. 
  • Gemeinsames und selbstständiges Forschen zu Themen ist Teil des Alltages. 
  • Eine regelmäßige Teilnahme an Angeboten und Lerngruppen ist notwendig, um ein vertieftes Verständnis für die Themen gewinnen zu können und Eigenständigkeit zu entwickeln.
  • Immer wieder ist die Bearbeitung von Vereinbarungen, die ein konstruktives soziales Miteinander schaffen, gefragt. Solche Prozesse finden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern statt.
  • Die tägliche Arbeit wird genau dokumentiert.
  • Praktika in Arbeitsfeldern sowie Schnuppern in weiterführenden Schulen gehören zu den Lerninhalten dazu. Ab dem 2. Lernjahr in der Sekundaria schnuppern die Schülerinnen und Schüler daher sowohl in höheren Schulen als auch in Berufsfeldern. Ziel: einen passenden Weg nach unserer Schule zu finden. 
  • Der Lernstand von jedem Kind wird zweimal pro Jahr in einem Kompetenzbogen eingeschätzt. Dieser Bogen wird bei den Elterngesprächen durchgegangen und soll die Entdeckung von Möglichkeiten nach der Dorfschulzeit unterstützen.
  • Im letzten Schuljahr erhalten die Schülerinnen und Schüler im Halbjahr eine Schulnachricht und am Ende dieses Schuljahres ein Jahres- und Abschlusszeugnis für die 8. Schulstufe, nach öffentlich rechtlichem Standard.
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"Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen,
sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren."

Maria Montessori (1870-1952)